{"id":10459,"date":"2018-04-22T07:53:22","date_gmt":"2018-04-22T07:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/asv-botnang.de\/fussball\/?p=10459"},"modified":"2018-04-22T07:53:22","modified_gmt":"2018-04-22T07:53:22","slug":"d1-tsv-birkach-asv-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/asv-botnang.de\/fussball\/2018\/04\/22\/d1-tsv-birkach-asv-13\/","title":{"rendered":"D1: TSV Birkach &#8211; ASV 1:3"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #008080\"><strong>Auf den Spuren von Dr. Jekyll &amp; Mr. Hyde \u2013 ASV dreht Partie in Birkach<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Leistungsschwankungen sind im Jugendfu\u00dfball, insbesondere in der untersten Altersklasse, ja durchaus nichts Ungew\u00f6hnliches. Das ASV-Team zeichnet sich dabei schon seit der Winterpause durch besonders ausgepr\u00e4gte Amplituden in der Formkurve aus, und das gerne auch innerhalb einer Partie. Wer die Jungs durch die Hallensaison begleitet oder in den Vorbereitungsspielen beobachtet hat, wird wissen, was gemeint ist. W\u00e4hrend sie in der vorangegangenen Meisterschaftspartie gegen Bonlanden \u201enur\u201c in der Anfangsphase durchhingen, um sich dann kontinuierlich auf Normalform zu steigern, reizten sie die Performance-Skala im Nachholspiel beim TSV Birkach komplett aus. Obwohl in der Vorbereitung auf die Begegnung intensiv dar\u00fcber gesprochen wurde, das Spiel vom Anpfiff weg ernsthaft und konzentriert anzugehen, erinnerte der Auftritt der Botnanger in der ersten Halbzeit eher an Gehversuche auf Kunstrasen als an ein Spitzenteam der Leistungsstaffel. Die Werte f\u00fcr Ballkontrolle und Passgenauigkeit waren statistisch infinitesimal, Zweik\u00e4mpfe wurden nach M\u00f6glichkeit gemieden und im Notfall alibihalber gef\u00fchrt. Mit Ausnahme von Kevin und der Defensivreihe um Tim und Nick, die zumindest f\u00fcr defensive Stabilit\u00e4t sorgten, blieben die ASV-Kicker weit unter ihren M\u00f6glichkeiten. Nat\u00fcrlich sind auch mildernde Umst\u00e4nde anzuf\u00fchren: So hatte der Unparteiische viele &#8211; wenn auch nicht spielentscheidende &#8211; Entscheidungen exklusiv, lie\u00df aber gleichzeitig wenig bis keine Neigung erkennen, dar\u00fcber mit den Spielern zu diskutieren. Die permanenten Lamenti \u00fcber zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen waren jedoch nicht geeignet, die Konzentration der Botnanger auf das Spielgeschehen zu erh\u00f6hen. Zudem hatten die Jungs den Nachteil, in der ersten H\u00e4lfte gegen die tiefstehende Abendsonne zu spielen zu m\u00fcssen (die nach dem Seitenwechsel dann hinterm Horizont verschwunden war). Das Timing vor allem bei hohen B\u00e4llen wurde dadurch objektiv schon deutlich erschwert. Einige Spieler hatten dar\u00fcber hinaus erhebliche Standschwierigkeiten auf dem kurzflorigen und harten Gel\u00e4uf. Und zu guter Letzt waren in Halbzeit eins mehrere Wechsel angeschlagener Spieler (Rami, Emanuel, Pascal) notwendig, wobei das Team w\u00e4hrend der Behandlungen der Blessuren phasenweise auch in Unterzahl agieren musste. Aber selbst wenn man diese widrigen Umst\u00e4nde ber\u00fccksichtigt, l\u00e4sst sich das untertourige Auftreten nicht wirklich schl\u00fcssig erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Dem Gegner war\u2019s nat\u00fcrlich recht. Er brannte zwar auch kein spielerisches Feuerwerk ab, war aber in vielen Situationen handlungsschneller und durchsetzungsf\u00e4higer. Eingangs eher defensiv eingestellt, spielte er angesichts der Passivit\u00e4t und wachsenden Verunsicherung der G\u00e4ste mit zunehmender Spieldauer mutiger nach vorn. Da den Birkacher Kickern am Strafraum meist die spielerischen Mittel ausgingen, versuchten sie es aus der Distanz und waren damit schon beim zweiten Versuch nach etwa 20 Minuten erfolgreich. Die klarste Gelegenheit der ersten Halbzeit verzeichnete dennoch der ASV: Nach starker Vorarbeit von No\u00e9, der sich dynamisch auf links durchsetzte und dann scharf nach innen legte, scheiterte Ardil freistehend aus kurzer Distanz am aufmerksamen Birkacher Keeper. Das war allerdings auch die einzige nennenswerte Offensivaktion der Schwarz-Wei\u00dfen in einer denkw\u00fcrdigen ersten H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>In der Pause war der Trainer, selbst ziemlich ratlos in Anbetracht der kollektiv dargebotenen Magerkost seines Teams, vorrangig als Therapeut gefragt. Er lie\u00df seine Spieler erst einmal Dampf und Frust ablassen, wovon sie denn auch regen Gebrauch machten. Nachdem der Kropf dann geleert und der Puls wieder auf unter 180 gefallen war, gab er den Spielern nur noch zwei Empfehlungen mit in die zweite H\u00e4lfte: Die Mahnung, die unn\u00f6tigen, weil aussichtslosen Diskussionen mit dem Schiri zu vermeiden und die bahnbrechende Erkenntnis, dass Fu\u00dfballspiele erfahrungsgem\u00e4\u00df mit Fu\u00dfballspielen gewonnen werden, also ganz im Geiste der vormaligen kaiserlichen Lichtgestalt des deutschen Fu\u00dfballs: \u201eGeht\u2019s raus und spielt Fu\u00dfball!\u201c<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich schien es gefruchtet zu haben. In der zweiten H\u00e4lfte traten die ASV-Kicker wie verwandelt auf, waren pl\u00f6tzlich zweikampfstark, ballsicher und lauffreudig. Befl\u00fcgelt durch den schnellen Ausgleich durch No\u00e9 nach sehenswerter Vorarbeit vom sehr engagierten und spielstarken Giacomo kamen sie richtig ins Rollen, lie\u00dfen Ball und Gegner laufen und waren bis zum Abpfiff beeindruckend dominant. Auch K\u00f6rpersprache, Kommunikation und Teamgeist\u00a0 waren nun v\u00f6llig anders: Nach jeder Aktion, ob gelungen oder nicht, pushten sie sich gegenseitig auf, pr\u00e4sentierten sich als Mannschaft im besten Sinne und demonstrierten auch damit sich und dem Gegner, wer nun Herr im Haus war. Hinten lie\u00dfen Nick und Tim gar nichts mehr anbrennen,\u00a0und nach vorne waren sie gegen einen nun deutlich beeindruckten und \u00fcberforderten Gegner, dem auch sichtlich die Beine schwer wurden, brandgef\u00e4hrlich, vor allem \u00fcber No\u00e9s linken Fl\u00fcgel. Phasenweise gelangen ihnen One-Touch-Passagen (Rami, Giacomo, Ardil), mit denen sie die gegnerische Abwehr komplett auseinanderspielten. Nun trat allerdings ein anderes, altbekanntes Problem zu Tage: der Torabschluss. Beste Einschusschancen konnten sie nicht verwerten, u.a. setzte Ardil einen Kopfball unbedr\u00e4ngt aus 2 Meter vor dem leeren Tor an die Latte. Obwohl ihnen die Zeit davonlief und Birkach angesichts des permanenten Drucks verst\u00e4ndlicherweise schon fr\u00fch jede Gelegenheit nutzte, das Spiel zu verschleppen, blieben sie geduldig, behielten ihre spielerische Linie bei und wurden in der 55. Minute daf\u00fcr belohnt: Emanuel setzte sich im Aufbau fein gegen zwei Birkacher durch und spielte dann den t\u00f6dlichen Pass in die Schnittstelle auf den startenden No\u00e9, der die Kugel von halblinks flach und platziert ins lange Eck drosch. Nach Tims Traumpass machte No\u00e9 nur zwei Zeigerumdrehungen sp\u00e4ter den Deckel drauf und seinen Hattrick zum hochverdienten 3:1-Endstand perfekt. Ob er nach Spielschluss das Spielger\u00e4t unterm Trikot aus dem Stadion schmuggelte, ist nicht \u00fcberliefert. Der Rest war Erleichterung und pure Freude.<\/p>\n<p>Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Mannschaft eine Wundert\u00fcte bleibt. Hoch veranlagt und dennoch mitunter unterirdisch unterwegs. Diese r\u00e4tselhafte Gratwanderung zwischen Genie und Lethargie ist schwer zu entschl\u00fcsseln. Klar ist jedoch auch, dass es im anstehenden Derby beim (Tabellen-) Nachbarn MTV mehr als nur eine gute Halbzeit brauchen wird, um erfolgreich zu punkten und sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Man darf gespannt sein, was die Jungs diesmal aus der T\u00fcte zaubern.<\/p>\n<p>F\u00fcr den ASV kickten (Tore):<\/p>\n<p>Kevin (TS), Luis, Tim, Emanuel, Nick, Pascal, Rami, No\u00e9 (3), Ardil, Giacomo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Spuren von Dr. Jekyll &amp; Mr. Hyde \u2013 ASV dreht Partie in Birkach Leistungsschwankungen sind im Jugendfu\u00dfball, insbesondere in der untersten Altersklasse, ja durchaus nichts Ungew\u00f6hnliches. Das ASV-Team zeichnet sich dabei schon seit der Winterpause durch besonders ausgepr\u00e4gte Amplituden in der Formkurve aus, und das gerne auch innerhalb einer Partie. 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