Versönlicher Abschluss beim Meister
Am Ende konnten unsere Jungs mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein. Nur 2:1 verloren beim bereits seit letzter Woche feststehenden Meister. Und dies, obwohl unser Team einmal mehr personell geschwächt gerade mal mit 9 Spielern antreten konnte. Klassenfahrt in London, Ausflugsfahrten nach Heilbronn oder an den Bodensee, oder einfach nur ein verstauchter Zeh verhinderten einmal mehr ein vollzähliges Antreten.
Dafür machten es unsere Jungs erstaunlich gut. Gegen den Meister und Aufsteiger in die Leistungsstaffel war eigentlich kein Leistungsunterschied erkennbar. Bei beiden Teams dominierten die Abwehrreihen und ließen kaum Einschußmöglichkeiten zu. So gings mit einem torlosen Remis in die Pause.
Auch nach dem Wechsel änderte sich daran zunächst recht wenig. Doch wie in den vergangenen Partien gerieten wir durch ein „Gurkentor“ in Rückstand. Eine 20 m hohe Kerze plumpste fast senkrecht einen Meter vor unserem Tor auf den Boden, sprang in die Höhe und von dort einem Pragstürmer vor die Füße, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Jetzt war bei einigen ASV-Akteuren die Konzentration schlagartig futsch, und so kassierten wir gleich den zweiten Gegentreffer. Tjorben parierte zunächst noch glänzend, doch den Nachschuss brachte der Gastgeber im Gehäuse unter.
Die folgende Trinkpause kam genau richtig um die erhitzten Gemüter zu beruhigen, was auch gelang: Robin zirkelte einen Eckball gefährlich vors Tor und ein Pragspieler drückte das Leder endgültig über die Linie – Anschlusstreffer. Jetzt hatten wir sogar noch zwei, drei gute Möglichkeiten auszugleichen, doch entweder zielten wir zu ungenau oder der Prag-Keeper konnte unsere Schüsse entschärfen. So bliebs bei der knappen Niederlage. Schade eigentlich, einen Punkt hätten wir uns diesmal durchaus verdient.
Damit fiel der ASV in der Vorrundengruppe aufgrund des schlechteren Torverhältnisses noch hinter Schorndorf auf den 3. Platz zurück und traf im Platzierungsspiel um Platz 5 auf den Tabellendritten der anderen Vorrundengruppe, die SG Sirnau. Hier zeigten sich die Botnanger von der Schlappe gut erholt, hielten den Gegner weitgehend vom eigenen Kasten fern und hatten einige gute Ansätze in der Offensive, die sie aber nicht präzise genug zu Ende spielten. So blieb es bis zur Schlusssirene torlos, und die Entscheidung musste vom Neunmeterpunkt fallen. Hier zeigten sich die Botnanger nervenstark: Tjorben konnte die ersten beiden Penaltys der Sirnauer gekonnt parieren, Finn verwandelte als erster ASV-Schütze unhaltbar ins linke Eck, Antonio hatte damit die Entscheidung bereits auf dem Fuß, guckte den Keeper genau aus – und schob ihm den Ball eiskalt zentral durch die Beine! Damit belohnten sich die wackeren ASV-Kicker für ihren engagierten Auftritt mit dem achtbaren 5. Platz und traten – mit wertvollen Erfahrungen und einem respektablen Pokal im Gepäck – sehr aufgeräumt die Heimreise nach Botnang an.